Antworten auf Fragen von der Baustelle – mit dem passenden Video

Für Heimwerker und Profis

·

Was ist ein Multitool – und wofür lohnt es sich?

Gemeint ist nicht das Taschenmesser, sondern das Elektrowerkzeug, dessen Blatt hin und her schwingt. Es sägt dort, wo keine andere Säge hinkommt.

Werkbank mit Elektrowerkzeug
Werkbank mit Elektrowerkzeug. Foto: Adobe Stock

Ein Multitool – genauer: ein oszillierendes Multifunktionswerkzeug – dreht sich nicht. Das Zubehör schwingt nur um wenige Grad hin und her, dafür sehr schnell. Bosch gibt für seine aktuellen Heimwerkergeräte einen Schwingwinkel von 2,8 Grad und bis zu 20.000 Schwingungen pro Minute an.

Weil sich nichts dreht, kann das Sägeblatt gerade in ein Brett eintauchen oder bündig an einer Wand entlang schneiden. Genau das macht das Gerät so nützlich.

Wofür man es wirklich braucht

  • Türzarge unten kürzen, damit der neue Boden darunter passt.
  • Ausschnitte in verlegtem Laminat oder Parkett, etwa für ein Heizungsrohr.
  • Tauchschnitte in Holz oder Paneele, zum Beispiel für eine Steckdose.
  • Alte Fliesenfugen auftrennen und Kleberreste abraspeln.
  • Schleifen in Ecken und an Fensterrahmen, wo der Schwingschleifer nicht hinkommt.
  • Mit dem Schaberaufsatz Kleber, Mörtel oder alten Teppich lösen.

Für das Auftrennen von Fugen empfiehlt Fein ein Diamant- oder Hartmetallblatt, langsam und mit gleichmäßigem Druck – und eine Absaugung, denn dabei entsteht viel Staub.

Wo es an seine Grenzen kommt

Das Multitool ist für feine bis mittlere Arbeiten gedacht. Lange gerade Schnitte durch dicke Platten dauern damit ewig, dafür gibt es Kreis- oder Kappsäge. Es ist das Werkzeug für die Stellen, an die die großen nicht herankommen.

Worauf beim Kauf achten

Wichtiger als das Gerät ist die Aufnahme für das Zubehör, denn Sägeblätter verbraucht man reichlich. Bosch und Fein haben 2016 das System Starlock eingeführt, es gibt Starlock, Starlock Plus und Starlock Max. Einfaches Starlock-Zubehör passt laut Fein auch auf die Geräte der höheren Klassen. Ältere Geräte nutzen teils noch das OIS-System, das nicht mit allen neuen Aufnahmen zusammenpasst. Vor dem Kauf also prüfen, welches Zubehör auf welches Gerät passt.

Akku oder Kabel? Das Kabelgerät hat immer Strom, das Akkugerät braucht keine Steckdose. Der TÜV Süd rät bei Akkugeräten zu mindestens 2 Ah, für anspruchsvollere Arbeiten zu 4 bis 5 Ah.

Auf einen Blick

  • Prinzipschwingt statt dreht
  • Schwingzahlbis ca. 20.000/min
  • Stark beiTauchschnitten, Ecken
  • Schwach beilangen Schnitten

Video dazu

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube (öffnet in neuem Tab).

Bosch zu Anwendungen des Akku-Multitools. YouTube lädt erst, wenn du auf den Platzhalter klickst.

Quellen: Bosch DIY, Fein: Starlock, Fein: Fliesen erneuern, TÜV Süd

Weitere Antworten