
Gipskartonplatten haben unterschiedliche Längskanten, und welche es ist, steht auf der Platte. Für halbrunde Kanten – HRK und die bei Standardplatten häufige HRAK – erlaubt Knauf beim Fugenspachtel Uniflott das Verspachteln ohne Bewehrungsstreifen. Bei abgeflachten Kanten (AK) und bei Schnittkanten muss ein Streifen rein.
Das gilt für Uniflott. Andere Spachtel haben eigene Vorgaben, und die stehen im Datenblatt oder auf dem Sack. Wer nicht nachsehen kann oder will, legt einfach überall einen Streifen ein. Schaden tut das nicht.
Gewebeband oder Papier?
Selbstklebendes Glasfaser-Gewebeband ist im Baumarkt verbreitet, weil es sich einfach aufkleben lässt. Knauf nennt im Uniflott-Datenblatt als Beispiel einen Papier-Fugendeckstreifen. Welcher Streifen passt, entscheidet auch hier der Hersteller des Spachtels.
Der Ablauf
- Kantenform prüfen.
- Schnittkanten anfasen, Staub entfernen.
- Fugen füllen. Bei AK und Schnittkanten den Streifen in die frische Masse einbetten.
- Schraubenköpfe mitspachteln.
- Trocknen lassen, nachspachteln, je nach gewünschter Oberfläche glätten und schleifen.
Der häufigste Fehler passiert beim letzten Schritt: Wer zu früh nachspachtelt oder schleift, bevor die erste Lage durch ist, bekommt später Risse oder Dellen.
Bei Decken mit großen Spannweiten, Brandschutz- oder Feuchtraumwänden gelten Systemvorgaben, die über das Spachteln hinausgehen. Das ist ein Fall für den Fachbetrieb.
Streifen nötig? (Uniflott)
- HRK, HRAKnein
- AKja
- Schnittkanteja
Video dazu
Knauf zum Verspachteln von Gipsplatten. YouTube lädt erst, wenn du auf den Platzhalter klickst.
Passt dazu
Quellen: Knauf Uniflott Datenblatt


