
Für normale Wandfliesen aus Steingut reicht ein Fliesen- oder Glasbohrer. Schlag aus, wenig Druck, Drehzahl unter etwa 1.000 Umdrehungen pro Minute. Wer es sich ganz einfach machen will, bohrt in die Fuge – wenn die Position das zulässt.
Anders ist es bei Feinsteinzeug. Das Material ist so hart, dass ein normaler Fliesenbohrer kaum etwas ausrichtet. Hier brauchst du eine Diamantbohrkrone, und die muss gekühlt werden. Läuft sie heiß, ist sie nach ein paar Löchern stumpf.
So gehst du vor
- Stelle anzeichnen und mit dem Leitungssucher prüfen.
- Kreppband über Kreuz kleben und die Markierung darauf übertragen. Die Spitze rutscht dann nicht auf der Glasur weg.
- Schlagfunktion aus. Langsam und ohne Druck durch die Fliese, zwischendurch kühlen.
- Erst wenn die Fliese durch ist, auf den Steinbohrer in Dübelgröße wechseln.
- Dübel so tief setzen, dass er nicht in der Fliese spreizt.
Der letzte Punkt wird oft unterschätzt. Spreizt der Dübel noch in der Fliese, drückt er sie von innen auseinander. Den Riss sieht man manchmal erst Tage später.
Vorsicht in der Dusche
Hinter Fliesen in der Dusche liegt fast immer eine Abdichtung. Jedes Loch dort muss hinterher wieder dicht werden, sonst läuft Wasser in die Wand. Wer sich das nicht zutraut, lässt die Löcher vom Fachbetrieb setzen.
Welcher Bohrer?
- WandflieseFliesenbohrer
- FeinsteinzeugDiamantkrone
- FugeSteinbohrer
- Wand dahinterSteinbohrer
Video dazu
Heller zum Bohren in Fliesen. YouTube lädt erst, wenn du auf den Platzhalter klickst.


