
Zuerst schneidest du die Fuge an beiden Kanten mit dem Cutter oder einem Fugenkratzer an. Dann mit der Spitze in die Masse stechen, den Strang anheben und herausziehen – so beschreibt es auch toom. Halt die Klinge dabei möglichst flach, damit die Glasur keine Kratzer bekommt.
Auf Acrylwannen und Naturstein ist eine Metallklinge riskant. Dort lieber einen Kunststoffschaber nehmen.
Die Reste
Was nach dem Herausziehen übrig bleibt, ist meist ein dünner Film. Den bekommst du am besten mit einem Silikonentferner weg. Wie lange der einwirken muss, ist sehr unterschiedlich:
| Produkt | Einwirkzeit laut Hersteller |
|---|---|
| Pattex Silikonentferner | 2–6 Stunden, je nach Schichtdicke |
| Sista F190 | ca. 2–4 Stunden |
| toom Silikonentferner | 10–15 Minuten |
Pattex nennt im Datenblatt auch Untergründe, auf denen der Entferner nicht verwendet werden soll, darunter Fliesen mit Metallpigmenten und Buntmetalle wie Messing. Bei Naturstein empfiehlt der Hersteller einen Test an unauffälliger Stelle. Und: gut lüften.
Und Hausmittel?
Essig, Spülmittel oder Öl tauchen in vielen Tipps auf. Gegen dicke, ausgehärtete Reste helfen sie wenig – Essig löst Kalk, aber kein ausgehärtetes Silikon. Für einen leichten Schleier können sie reichen. Auf Naturstein gehört kein Essig.
Vor dem Neuverfugen
Der Untergrund muss sauber, fettfrei und trocken sein. Pattex empfiehlt, Reste des Entferners vollständig abzuwischen und bei Bedarf mit Waschbenzin nachzureiben. Altes Silikon gehört übrigens nicht in den Abfluss, den deckst du am besten vorher ab.
Das brauchst du
- Cutter oder Fugenkratzer
- Kunststoffschaber für Acryl, Naturstein
- Silikonentferner
- Lappen, Waschbenzin
Video dazu
toom zum Erneuern von Silikonfugen. YouTube lädt erst, wenn du auf den Platzhalter klickst.
Quellen: toom: Silikon entfernen, Pattex Datenblatt, Sista F190, toom Silikonentferner, baustoffshop.de




